Großbritannien

London

London ist eine beeindruckende Stadt die man mindestens einmal besucht haben sollte. Besonders architektonisch hat die Hauptstadt einiges zu bieten: Neben modernsten Hochhäusern findet man dort einige historische Bauwerke. Diese Gebäude sind nicht nur sehr abwechslungsreich sondern auch weltberühmt. Fast jedes Kind hat schon einmal ein Bild vom Buckingham Palast oder von Big Ben gesehen.

Doch auch die Menschen in London sind einzigartig, so ist die Hauptstadt eine der multikulturellsten Städte der Welt und es werden dort über 300 Sprachen gesprochen. Diese Vielfältigkeit spiegelt sich in den verschiedenen Vierteln, Sprachen, kulturellen Veranstaltungen und kulinarischen Angeboten wider.

London ist übersäht von vielen Highlights, aber welche sollte man wirklich gesehen haben? Hier findest du eine Auflistung der Orte die du nicht verpassen solltest.

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Sehenswertes

Meine Tipps für London

  1. Must-see

    Buckingham Palace

    Auch wenn viele Briten mittlerweile ein gespaltenes Verhältnis zum britischen Königshaus haben, so gehört es doch zum Land dazu. Daher sollte auch ein Besuch bei der Residenz der Königsfamilie bei deinem London Besuch nicht fehlen.

    Montags, mittwochs, freitags und sonntags kann man dort die berühmte Wachablösung sehen. Diese beginnt zwar immer erst um 11 Uhr, aber bereits vorher füllt sich der Platz vor dem Palast. Ich würde dir empfehlen mindestens eine halbe Stunde vorher da zu sein.

    Es ist auch möglich Teile des Palastes von Innen zu sehen, dies ist allerdings nur zwischen Juli und Oktober möglich und die Tickets sind sehr gefragt.

    Der Palast hat insgesamt 775 Räume, darunter alleine 78 Badezimmer. Neben dem Palast liegt ein Palastgarten der einen Hubschrauberlandeplatz, einen Tennisplatz und einen See umfasst.

    Im Normalfall weht der Union Jack über dem Palast, wenn an Stelle dessen die königliche Standarte gehisst wurde könntest du mit etwas Glück König Charles sehen.

    Direkt vor dem Palast befindet sich das imposante Queen Victoria Memorial, das zu Ehren von Königin Victoria errichtet wurde. Von dort hat man auch die beste Sicht auf die Wachablösung.

    Die Soldaten der Household Division, die als Wachen am Buckingham Palace stationiert sind, wechseln ihre traditionellen roten Uniformen zu grauen Mänteln während der kalten Wintermonate. Die berühmten Bärenfellmützen, die ein charakteristisches Merkmal der Wachposten sind, bleiben jedoch das ganze Jahr über gleich, unabhängig von der Jahreszeit.

    Der 1703 gebaute Palast dient dem britischen Monarchen als Residenz. Das Gebäude war aber noch nicht immer in königlichem Besitz. König Georg der dritte erwarb das Haus 1761 von John Sheffield, 1. Duke of Buckingham and Normanby, woher es auch seinen Namen hat.

    Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Palast mehrfach von deutschen Bomben getroffen. König George VI. und Königin Elizabeth blieben jedoch in London, um die Moral der Bevölkerung zu stärken.

  2. Must-see

    Horse Guards Parade & St. James Park

    Horse Guards Parade war ursprünglich ein Paradeplatz für den königlichen Haushaltstrupp und ist seit dem 17. Jahrhundert ein Zentrum für militärische Zeremonien und Paraden.

    Eine der bekanntesten Zeremonien, die jährlich auf dem Horse Guards Parade stattfindet, ist Trooping the Colour. Diese Zeremonie, bei der der Geburtstag des britischen Monarchen gefeiert wird, zieht zahlreiche Zuschauer und Mitglieder der königlichen Familie an.

    Über dem zentralen Bogen des Horse Guards Building befindet sich eine berühmte Uhr. Es heißt, dass sie um genau zwei Minuten nachgeht, eine Tradition die an das Attentat auf König Charles I. erinnert, der genau um 2 Uhr enthauptet wurde.

    Während der Olympischen Spiele 2012 in London wurde der Platz in ein Beachvolleyball-Stadion verwandelt. Sonst kann man hier täglich montags bis samstags um 11 Uhr und sonntags um 10 Uhr die Wachablösung sehen.

    In unmittelbarer Nähe befindet sich 10 Downing Street, der Amtssitz des britischen Premierministers. Neben dem Minister und seiner Familie ist es auch der Wohnsitz des sogenannten Chief Mouser to the Cabinet Office, der Hauskatze des Premierministers.

    Ebenfalls nicht weit entfernt befindet sich der 1532 von König Heinrich VIII. angelegte St. James's Park. Der Park beherbergt über 15 verschiedene Vogelarten, darunter Graureiher, Enten, Gänse und Schwäne, auch sehr zutrauliche Eichhörnchen sind dort zu finden.

  3. Must-see

    Big Ben, Westminster Abbey & Palace of Westminster

    Big Ben, Westminster Abbey und der Palace of Westminster liegen alle direkt nebeneinander, daher kannst du die Besuche davon gut miteinander verbinden.

    Zuerst ein kleiner Fakt zum Klugscheißen: Der Turm heißt gar nicht Big Ben, sondern nur die größte der fünf Turmglocken. Der eigentliche Name des Turms lautet seit 2012 Elizabeth Tower, zuvor hieß er noch Clock Tower.

    Der Bau des 96 Meter hohen Turms begann im September 1843 und wurde im Jahr 1859 abgeschlossen. Er wurde als Teil des Wiederaufbaus des Palace of Westminster nach einem verheerenden Brand im Jahr 1834 errichtet.

    Ein besonders cooler Fotospot befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Themse. Um dorthin zu gelangen geht man einfach über die nahegelegene Westminster Bridge und anschließend gleich rechts eine Treppe hinunter. Unter der soeben überquerten Brücke befindet sich ein bogenförmiger Durchgang mit einem schönen Blick auf Big Ben und die Themse.

    Die ursprüngliche Glocke von Big Ben wog 16 Tonnen und wurde 1856 gegossen, aber sie zerbrach beim ersten Test. Die zweite, aktuelle Glocke, die etwa 13,5 Tonnen wiegt, erhielt auch kurz nach der Installation einen Riss. Anstatt die Glocke zu ersetzen, wurde der Hammer um 45 Grad gedreht, um einen unbeschädigten Bereich der Glocke zu schlagen. Der Riss verleiht Big Ben seinen charakteristischen Klang.

    Bei starkem Wind kann die Spitze des Elizabeth Towers bis zu 22 Zentimeter schwanken. Das Design des Turms berücksichtigt diese Flexibilität, um strukturellen Schäden vorzubeugen.

    Ebenfalls besonders sehenswert ist der nahegelegene Parliament Square Garden auf dem sich Statuen von bedeutenden politischen Persönlichkeiten befinden. Darunter sind z.B. Winston Churchill, Nelson Mandela & Mahatma Gandhi.

    In der Westminster Abbey werden nicht nur britische Könige und Königinnen gekrönt, sondern bis 1760 auch beigesetzt. Aber nicht nur Staatsoberhäupter haben hier ihre letzte Ruhe gefunden: Neben Charles Darwin und Isaac Newton liegen dort unter anderem auch die sterblichen Überreste von Georg Friedrich Händel und Stephen Hawking.

    Die um das Jahr 960 von Benediktinermönchen gegründete Abtei kann heute an sechs Tagen in der Woche besucht werden. Der Preis für ein Ticket für eine erwachsene Person liegt bei knapp 30 Pfund.

    Das Palace of Westminster, auch bekannt als Houses of Parliament, ist Sitz des britischen Parlaments. Der ursprüngliche Palast wurde im frühen Mittelalter erbaut und diente als königliche Residenz bis zum 16. Jahrhundert, als ein Brand den größten Teil des Gebäudes zerstörte.

    Unter dem Palast befinden sich weitläufige Keller und Tunnel, einschließlich der Kammer, in der Guy Fawkes 1605 versuchte, das Gebäude in die Luft zu sprengen. Zum festen Ablauf des britischen Hofzeremoniells zur jährlichen Parlamentseröffnung des regierenden Monarchen gehört daher bis heute eine Durchsuchung der Keller unter den Houses of Parliament durch die Yeomen of the Guard unmittelbar vor der eigentlichen Versammlung.

    Das britische Parlament besteht aus dem House of Commons (Unterhaus) und dem House of Lords (Oberhaus). Die dort geführten Debatten können mit etwas Glück mitverfolgt werden, dafür muss man sich jeweils am Morgen vor Beginn der Parlamentsdebatten früh genug am Besuchereingang anstellen. Zudem gibt es während der zweimonatigen Sitzungspause im Sommer regelmäßige Führungen.

    Besonders sehenswert sind die Aufnahmen von John Bercow in seiner Rolle als Sprecher des britischen Unterhauses. Eine Aufgabe des Sprechers ist es für Ordnung während den Debatten zu sorgen, was Bercow in einzigartiger Weise tat.

  4. Must-see

    London Eye

    Das London Eye, das wohl bekannteste Riesenrad der Welt, auch bekannt als Millennium Wheel, da es am 31. Dezember 1999 eröffnet wurde, war bis 2006 das höchste Riesenrad der Welt.

    Eine Umdrehung dauert ca. eine halbe Stunde und eine Fahrt kostet knapp 40€ für einen Erwachsenen. Für den Preis wird einem auch einiges geboten: Bei gutem Wetter kann man bis zu 40km weit sehen und sich einen schönen Überblick über die Stadt verschaffen.

    Es ist möglich, eine Kabine für private Veranstaltungen zu mieten, einschließlich Hochzeiten, Geschäftstreffen und Feiern. Einige Kabinen sind mit luxuriöser Ausstattung und Servicepersonal verfügbar.

  5. Must-see

    West End

    In der Innenstadt eigenen sich besonders die Stadtviertel SOHO und Covent Garden gut zum bummeln.

    In Covent Garden gibt es auch eine gleichnamige U-Bahn Station, die nur durch Aufzüge oder steile Treppen erreicht werden kann. Ich würde dir empfehlen die Aufzüge zu benutzen wenn du nicht gerade die Lust nach einem Workout verspürst.

    Das wohl bekannteste Gebäude in dem Bezirk ist wohl die 1830 errichtete Markthalle. In den Wintermonaten vor den Feiertagen ist diese weihnachtlich geschmückt und es gibt auch einen kleinen Weihnachtsmarkt.

    Ebenfalls sehenswert ist der Goodwin’s Court, eine kleine Gasse die als Vorlage für die Winkelgasse in den Harry Potter Filmen diente.

    Direkt neben Covent Garden liegt das bekannte Viertel Soho. In New York gibt es auch einen Stadtteil namens Soho, dort steht der Name aber für South of Houston Street und ist eine Anspielung auf das Londoner Viertel, welches widerum nach einem Jagdruf benannt ist.

    Soho ist ein wichtiges Zentrum der LGBTQ+-Community in London. Die Old Compton Street ist bekannt für ihre LGBTQ+-freundlichen Bars, Clubs und Veranstaltungen. Zudem spielte das Viertel eine zentrale Rolle in der Entwicklung der britischen Musikszene. Clubs wie der „Marquee Club“ und „Ronnie Scott’s Jazz Club“ haben Musikgeschichte geschrieben.

    Auch viele berühmte Persönlichkeiten fanden ihren Weg nach Soho: Karl Marx lebte eine Zeit lang in Soho und schrieb Teile seines berühmten Werkes „Das Kapital“ in der Dean Street. Wolfgang Amadeus Mozart lebte als Kind mit seiner Familie in der Frith Street und gab dort seine ersten Konzerte in London. Die Beatles und die Rolling Stones traten häufig in Soho auf und verbrachten viel Zeit in den Clubs und Studios des Viertels.

    Im West End gibt es auch ein chinesisches Viertel, dessen Eingänge werden durch Torbögen, die sogenannten Paifangs markiert. Dim Sum, kleine gedämpfte oder frittierte Häppchen, sind eine der Hauptattraktionen in Chinatown. Viele Restaurants bieten Dim Sum zum Frühstück und Mittagessen an, die oft in traditionellen Bambuskörben serviert.

    Im Süden Sohos befindet sich der Piccadilly Circus, der hauptsächlich für seine Reklametafeln bekannt ist. Am 16. Januar wurden die einzelnen LED-Displays dort abgeschaltet und durch eine einzelne Videowand ersetzt, somit kann seitdem einfacher zwischen den einzelnen Anzeigen variiert werden. Ein Dauergast auf der Werbefläche ist z.B. Coca Cola, die Marke war schon seit den 1950er Jahren vertreten, aber auch heute ist sie noch ab und zu auf der größten LED-4K-Video-Wand in Europa wiederzufinden.

  6. Must-see

    St. Pauls Cathedral & Millennium Bridge

    Die Millennium Bridge verbindet das Nord- und das Südufer der Themse auf Höhe der Tate Gallery of Modern Art unde dem Globe Theatre auf der einen und der St. Pauls Cathedral auf der anderen Seite, so kann man gleich mehrere Sehenswürdigkeiten hintereinander sehen.

    Am südlichen Ende der Brücke befindet sich ein super FotoSpot, da man von dort einen schönen Blick auf die St. Pauls Cathedral hat. Doch die Brücke eignet sich nicht nur gut für Fotos, auch in Filmen wurde sie schon öfter festgehalten. In Harry Potter und der Halblutprinz wird sie von Todessern zerstört.

    Kurz nach der Eröffnung wurde die Brücke wegen starker Schwingungen geschlossen. Fußgänger verursachten durch ihr synchrones Gehen unerwartete seitliche Bewegungen, was zu dem Spitznamen „Wobbly Bridge“ führte. Erst im Februar 2002 wurde sie wiedereröffnet.

    Die Tate Modern befindet sich in einem ehemaligen Kraftwerk, der Bankside Power Station, welches bis 1981 in Betrieb war. Es werden dort heute viele Werke von berühmten Künstlern wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Andy Warhol und Mark Rothko ausgestellt. Besonders gut ist, dass die ständigen Ausstellungen sogar kostenlos zu sehen sind. Außerdem besitzt das Gebäude auch eine Dachterrasse, von der man einen schönen Blick auf die Themse hat.

    Das ursprüngliche Globe Theatre wurde 1599 von der Theaterkompanie Lord Chamberlains Men erbaut, zu der auch William Shakespeare gehörte. Bereits 1642 wurde das Globe Theatre, wie alle anderen Theater in London, wieder von der puritanischen Regierung geschlossen, da diese streng religiöse Gruppe das Theater als einen Ort der moralischen Verderbnis ansah. Zwei Jahre später wurde es abgerissen. Das neue Globe Theatre, wurde so originalgetreu wie möglich nachgebaut und 1997 eröffnet.

    Die St. Pauls Cathedral in London ist eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt und eine der bedeutendsten Kirchen in Großbritannien. Eine der bekanntesten Attraktionen innerhalb der Kathedrale ist die „Whispering Gallery“. Diese Galerie befindet sich in der Kuppel, etwa 30 Meter über dem Boden. Dank der akustischen Eigenschaften der Architektur kann ein geflüstertes Wort von einer Seite der Galerie zur anderen gehört werden. Die Kathedrale ist die letzte Ruhestätte vieler bedeutender Persönlichkeiten, darunter Admiral Lord Nelson, der Held der Schlacht von Trafalgar, und der Herzog von Wellington, der Napoleon bei Waterloo besiegte. Direkt neben der Kathedrale befindet sich das One New Change Einkaufszentrum, wo man mit einem Fahrstuhl auf das Dach zu einem super Fotospot fahren kann, da man dort eine gute Sicht auf die Kathedrale und die umliegenden Häuser hat. Lass dich nicht abschrecken, wenn du auf einmal vor einem nobel aussehenden Restaurant stehst, welches sich ebenfalls auf dem Dach befindet. Du kannst einfach links davor abbiegen und die Aussicht genießen.

  7. Must-see

    Leadenhall Market

    Der Leadenhall Market hat seine Ursprünge im 14. Jahrhundert. Er wurde auf dem Gelände eines Herrenhauses errichtet und diente ursprünglich als Markt für Fleisch, Geflügel und Fisch. Der Ort diente als Kulisse für die Winkelgasse in „Harry Potter und der Stein der Weisen“.

    Zur Zeit um Halloween wird die Gegend um den Markt entsprechend geschmückt. In einer Seitenstraße räkeln sich dann sogar schon mal Tentakeln aus Fenstern.

    In der Nähe befinden sich einige moderne Wolkenkratzer mit eigenartigen Spitznamen, wie z. B. „die Gewürzgurke“ oder „das Walkie Talkie“, in denen sich hauptsächlich Büros befinden. Beim Bau des letzteren Gebäudes kam es durch dessen Glasfassade dazu, dass reflektierte Sonneneinstrahlung an bestimmten Stellen in der Umgebung so stark gebündelt wurde, dass u. a. Kunststoff an geparkten Autos beschädigt wurde.

  8. Must-see

    Tower of London & Tower Bridge

    Der Ende des zehnten Jahrhunderts von Wilhelm dem Eroberer errichtete Tower of London erfüllte während seiner langen Geschichte viele Funktionen. Zunächst nur als Residenz für die englischen Monarchen errichtet, wurde er bald für seine Rolle als Gefängnis bekannt. Eine seiner bekanntesten Insassininnen war wohl Anne Boleyn, die zweite Ehefrau von Heinrich VIII., die in Ungnade fiel, da sie ihrem Ehemann nicht den erhofften männlichen Erben schenken konnte und schließlich wegen vorgeblichen Ehebruchs und Hochverrats im Tower inhaftiert und 1536 enthauptet wurde.

    Der Tower of London beherbergte zudem ein Waffenlager der britischen Armee und bis ins 19. Jahrhundert die königliche Münzprägestätte. Seit mehreren Jahrhunderten werden auf dem Gelände die britischen Kronjuwelen in dem sogenannten „Jewel House“ aufbewahrt. Darunter befinden sich unter anderem die St Edward's Crown, die traditionelle Krönungskrone, die erstmals bei der Krönung von König Edward dem Bekenner im Jahr 1066 verwendet wurde, sowie die Imperial State Crown, die einige der berühmtesten Edelsteine der Welt enthält, darunter den „Black Prince's Ruby“, den „Stuart Sapphire“ und den „Cullinan II“, einen der größten geschliffenen Diamanten der Welt. Auch ein Zepter mit einem Kreuz, welches die weltliche Macht des Monarchen symbolisiert, findet man dort. Es enthält den größten jemals gefundenen Diamanten, den „Cullinan I“ oder „Great Star of Africa“, der 530,2 Karat wiegt. Nennenswert sind ebenfalls der königliche Reichsapfel, ein traditionelles Schwert, welches für Krönungen verwendet wird, und ein mit Hermelin besetzter Mantel aus Samt, der bei der Krönung getragen wird.

    Es gibt einige mysteriöse Geschichten rund um den Tower: Die jungen Söhne von König Edward IV., Edward V. und Richard, Duke of York, wurden im Tower inhaftiert und verschwanden später spurlos. Es wird vermutet, dass sie ermordet wurden, um Rivalen um den Thron aus dem Weg zu räumen. Zudem sollen die Geister von Anne Boleyn und anderen ehemaligen Gefangenen gesehen worden sein. Eine der bekanntesten Legenden besagt, dass der Tower of London niemals fallen wird, solange Raben auf seinem Gelände leben. Diese Raben werden daher mit großer Sorgfalt von speziellen „Ravenmasters“ betreut. Daneben gibt es noch die Yeoman Warders, besser bekannt als „Beefeaters“. Diese Wächter, die früher für den Schutz des Towers und seiner Insassen verantwortlich waren, führen heute Touristen durch das Gelände und erzählen von seiner Geschichte. Die meisten Beefeaters üben ihre Position bis zum Ruhestand aus, was bedeutet, dass es relativ wenige Neuzugänge gibt und die Gemeinschaft der Yeoman Warders sehr exklusiv bleibt. Sie und ihre Familien wohnen im Tower of London und es gibt sogar einen eigenen Pub im Tower, den „Yeoman Warders‘ Club“, der nur den Beefeaters und ihren Gästen zugänglich ist.

    Der Tower hat in der Regel dienstags bis samstags von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr und sonntags und montags von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. In der Winterzeit (November bis Februar) schließt er bereits eine Stunde früher. Es wird empfohlen, mindestens drei Stunden Zeit für den Besuch einzuplanen. Der Eintritt für eine erwachsene Person kostet ca. 35 Pfund (Stand 2024).

    Die Tower Bridge wurde zwischen 1886 und 1894 erbaut, um den zunehmenden Verkehr im Osten Londons zu bewältigen. Die Brücke besteht aus zwei Klappen, die angehoben werden können, um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Diese Klappen werden von einem hydraulischen System betrieben, das ursprünglich mit Dampfmaschinen arbeitete, aber heute elektrisch angetrieben wird. Die Brücke kann in etwa einer Minute vollständig angehoben werden, was ca. 800 Mal im Jahr geschieht.

    Oberhalb der Fahrbahnen befinden sich Fußgängerwege, die in einer Höhe von 42 Metern verlaufen und ursprünglich dafür gedacht waren, dass Fußgänger die Brücke auch dann überqueren konnten, wenn die Klappen geöffnet waren. Heute kann man diesen Ort besichtigen und dabei über Glasböden gehen und den Verkehr unter sich beobachten. Ein Ticket für eine erwachsene Person kostet gut 13 Pfund (Stand 2024) und ein Besuch ist täglich von 9:30 bis 18:00 Uhr möglich.

    Am südlichen Ende der Brücke befindet sich ein, wie ich finde, überbewerteter Fotospot. Die sogenannten Horsleydown Steps sind ein paar Treppenstufen, die hinab zur Themse führen und bei Ebbe einen Blick auf die Tower Bridge von unten gewähren.

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Wo übernachte ich am besten?

London ist generell kein günstiges Reiseziel, besonders im Zentrum können die Hotelpreise mitunter schon mal sehr hoch sein. Daher bietet es sich an, sich eine Unterkunft etwas weiter außerhalb zu suchen. So hatten wir zum Beispiel das eine Mal eine Unterkunft im Stadtteil Finsbury Park gehabt, was mich als Arsenal London Fan besonders gefreut hat, denn gleich um die Ecke liegt das Emirates Stadium. Durch das gute U-Bahn-Netz ist man meistens innerhalb einer halben Stunde an der Themse. Aber Achtung die U-Bahnen sind nicht gerade etwas für große Personen, da sie in der Mitte nur gut zwei Meter hoch sind und zur Seite hin rund abfallen

Wo kann man gut ausgehen?

Für Craft Beer Liebhaber wie mich bieten sich die vielen Biermeilen in London zum Ausgehen an. Die wohl größte befindet sich südöstlich der Themse, besonders die Cloudwater Brewery hat mir gefallen, aber eigentlich ist eine der dortigen Brauereien besser als die andere. Erwähnenswert ist zudem noch die Blackhorse Biermeile und ein paar Brauereien in der Nähe des Hackney Central Bahnhofs.
In London gibt es sowieso viele schöne Bars und Restaurants, zudem gibt es immer wieder coole Veranstaltungen und Theateraufführungen wie zum Beispiel Harry Potter and the cursed child.

Was sollte man nicht verpassen?

In London finde ich persönlich jede Ecke schön, aber um möglichst viele Sehenswürdigkeiten zu sehen, sollte man wahrscheinlich am Buckingham Palast starten und dann nördlich der Themse zur Tower Bridge gehen. Wenn man in London ist und Harry Potter mag, sollte man die Warner Bros. Studios Tour nicht verpassen.

Lage

Wo liegt London?

Die heutige Hauptstadt Englands wurde schon um ca. 50 n. Chr. von den Römern als Londninium gegründet.

London liegt im Südosten der britischen Insel an der Themse. Nicht weit entfernt liegt der Ärmelkanal der Großbritannien vom europäischen Festland trennt.

Obwohl sich London auf einer Insel befindet, kann man die Stadt auch gut mit dem Zug erreichen. Dieser fährt durch einen Tunnel unter dem Ärmelkanal hindurch und startet aus Paris oder auch aus Brüssel. Alternativ kann man natürlich auch eine Fähre nehmen oder aus vielen Orten in Deutschland mit dem Flugzeug fliegen.

Englands Hauptstadt war bis 1925 die größte Stadt der Welt. Heute leben dort ca. 9 Millionen Menschen.

Karte: London