
Hacienda Alsacia Starbucks Coffee Farm
Nördlich von der Hauptstadt San José, nur ca. 30 Minuten Fahrtzeit vom Flughafen entfernt, liegt eine Kaffeefarm. Sie bietet sich daher als idealer erster …

Wissenswertes · Costa Rica
Obwohl Costa Rica weniger als 0,03 % der Erdoberfläche einnimmt, beherbergt es rund 5 % der globalen Biodiversität. Zu den vielen Tieren des Landes, von denen ich dir nur eine kleine Auswahl zeigen kann, gehören unter anderem etwa 920 Vogelarten, darunter Tukanarten, der farbenprächtige Quetzal und Kolibris, sowie mehr als 230 Säugetierarten, darunter Faultiere, Jaguare, Tapire und Brüllaffen, geschätzte 500.000 Insektenarten, über 220 Reptilienarten und mehr als 200 Amphibienarten, darunter giftige Pfeilgiftfrösche.
Faultiere sind die Nationaltiere Costa Ricas. Es gibt zwei Arten von Faultieren: Das Zweifingerfaultier ist erkennbar an zwei Krallen an den Vorderpfoten. Sie sind etwas größer, nachtaktiver und haben eine kräftigere Statur. Dahingegen hat das Dreifingerfaultier drei Krallen an den Vorderpfoten, ist kleiner und tagsüber aktiver.
Faultiere schlafen etwa 15–20 Stunden am Tag und können bis zu 40 Jahre alt werden. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens in den Bäumen und bewegen sich sehr langsam, um Energie zu sparen und vor Fressfeinden verborgen zu bleiben. Nur etwa einmal pro Woche kommen sie auf den Boden, um ihre Notdurft zu verrichten.
Die Tiere sind überraschend gute Schwimmer. Sie können bis zu 40 Minuten ihre Luft anhalten und ganz einfach Flüsse durchqueren. Zudem haben sie oft ein grünes Fell, das durch Algen entsteht, die in ihrem Fell wachsen. Das hilft ihnen, sich besser in den Baumkronen zu tarnen.
Es gibt in Costa Rica rund 140 Schlangenarten, von denen etwa 20 giftig sind. Um dich vor Bissen zu schützen, solltest du lange Hosen und festes Schuhwerk tragen. Solltest du doch einmal gebissen werden, so solltest du wissen, dass Costa Rica ein führendes Land in der Gegengift-Produktion ist. Dadurch ist die Sterblichkeitsrate durch Schlangenbisse in Costa Rica trotz der hohen Artenvielfalt sehr gering.
Für die Herstellung von Gegengiften werden zuerst die Gifte gewonnen, indem man Druck auf die Giftdrüsen der Schlangen ausübt , sodass das Gift aus den Zähnen tropft. Das gesammelte Gift wird in kleinen, ungefährlichen Dosen in ein Tier (meist ein Pferd oder Schaf) injiziert, welches dann Antikörper gegen die giftigen Proteine entwickelt. Die Antikörper werden schließlich aus dem Blut entnommen, gereinigt und zu einem sterilen, flüssigen Gegengift aufbereitet. Gegengifte sind meist spezifisch, sodass sie nur gegen spezielle Giftarten helfen. In Costa Rica wird im Notfall aber meist ein Gegengift verabreicht, das gegen mehrere Giftarten wirkt.
Es wird unter vier Giftarten unterschieden: Das hämotoxische Gift greift das Blut und das Gefäßsystem an und zerstört dabei rote Blutkörperchen. Dies führt zu Gewebeschäden, Blutungen und Schwellungen. Das neurotoxische Gift greift das Nervensystem an, indem es die Übertragung von Signalen zwischen Nerven und Muskeln blockiert. Dies kann zu Atemlähmung und Herzstillstand führen. Das zytotoxische Gift greift das Gewebe lokal an und führt zu Zellzerstörung. Das myotoxische Gift greift Muskeln an, was zu Muskelabbau und Nierenversagen führen kann.
Greifschwanz-Lanzenotter (Bild eins und zwei) - Die Schlange ist berühmt für ihre „Wimpern“ – kleine schuppenartige Fortsätze über den Augen. Sie ist mit einer Länge von 50–80 cm relativ klein, sie besitzt aber hämotoxisches und zytotoxisches Gift, welches für Menschen gefährlich werden kann.
Mittelamerikanische Springlanzenotter (Bild unten links) - Die Schlange hat ebenfalls ein hämotoxisches und zytotoxisches Gift und ist meist 50 bis 80 cm lang, kann jedoch bis zu 1 Meter lang werden. Der Name „Springlanzenotter“ stammt von ihrer Fähigkeit, blitzschnell nach vorne zu stoßen, was Beobachtern den Eindruck eines „Sprungs“ vermittelt.
Peitschennatter (Bild unten 2. v. l.) - Die Schlange ist schlank und gut getarnt. Sie gehört zu den ungiftigen oder nur schwach giftigen Schlangen, die für Menschen keine Gefahr darstellen. Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von 1,5 bis 2 Metern und sind dabei oft nicht dicker als ein Finger.
Baumboa (letze zwei Bilder) - Die ungiftige Würgeschlange kann bis zu zwei Meter lang werden und lebt, wie der Name schon vermuten lässt, hauptsächlich auf Bäumen. Die Weibchen sind in der Regel größer und kräftiger als die männlichen Artgenossen.
In Costa Rica leben zwei Sorten Aras. Die hellroten Aras haben leuchtend rote Federn am Körper, während die Flügel gelbe, blaue und grüne Akzente aufweisen. Sie sind meistens an der Pazifikküste anzutreffen. Die Grünflügelaras hingegen findest du eher an der Karibikküste und deren Federn sind, wie der Name es vermuten lässt, meist grün. Wenn du es in Mandelbäumen rascheln hörst, ist es wahrscheinlich, dass das Geräusch von Aras kommt, die die Nüsse sehr gerne essen. Sie leben in Paaren oder kleinen Gruppen und gelten als äußerst intelligente, soziale Vögel.
In Costa Rica findet man einige Arten von Meeres-, Süßwasser- und Landschildkröten. Besonders in dem nach Schildkröten benannten Ort Tortuguero hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit, auf Schildkröten zu treffen. Von August bis September kannst du dort sogar schlüpfende Tiere sehen. Leider werden sie auf dem Weg zum Meer oft von Rabengeiern abgefangen.
Rabengeier haben schwarzes Gefieder und sind Aasfresser. Sie ernähren sich aber leider auch von Babyschildkröten.
Etwa 50 Kolibri-Arten sind in Costa Rica beheimatet. Sie sind meist zwischen 5 und 13 cm groß, wiegen meist zwischen 2 und 10 Gramm und können in der Luft schweben, vorwärts, rückwärts und sogar seitwärts fliegen. Dabei schlagen sie mit ihren Flügeln bis zu 80 Mal pro Sekunde und haben einen Herzschlag von bis zu 1.200 Schlägen pro Minute.
Neben den bereits genannt gibt es noch weitere Vögel in Costa Rica, von denen eine Art bunter als die andere ist. Leider kann ich dir von allen Vögeln etwas berichten, da ich nicht alle ganz sicher einordnen konnte.
Auf den Bildern zwei und drei sieht man Plattschnabel-Motmots, deren Name sich nicht nur lustig anhört, sie sehen auch schön aus. Besonders charakteristisch sind die verlängerten Schwanzfedern mit einer fächerartigen Spitze, die wie ein Pendel aussehen und auch oft so hin und her bewegt werden.
Auf den ersten beiden Bildern siehst du einen Rotaugenlaubfrosch. Wie der Name schon sagt, hat er rote Augen, die Feinde abschrecken sollen. Die Flanken sind blau mit gelben Streifen, die Finger und Zehen sind orange bis rötlich und der Körper leuchtend grün. Tagsüber versteckt sich der Frosch, wobei er seine Augen schließt und seine bunten Seiten und Gliedmaßen an den Körper zieht, um mit seiner grünen Umgebung zu verschmelzen. Die nachtaktiven Tiere legen ihre Eier auf Blättern ab, die über stehenden Gewässern hängen. Die Eier reagieren empfindlich auf Vibrationen. Wenn sie beispielsweise von einem Räuber bedroht werden, können die Kaulquappen vorzeitig schlüpfen und ins Wasser flüchten.
Die anderen zwei Bilder zeigen jeweils einen Pfeilgiftfrosch. Die Frösche sind meist nur 1,5–5 cm lang, aber dennoch giftig. Je nach Unterart kann das Gift teilweise sehr stark ausfallen, sodass sie sogar Menschen töten können. Der grün-schwarze Pfeilgiftfrosch und der Erdbeerfrosch, die du auf den Bildern siehst, sind aber weniger giftig. Ersterer ist bei Kontakt mit Haut normalerweise harmlos, aber Schleimhautkontakt kann Irritationen auslösen. Der Erdbeerfrosch kann jedoch bei Kontakt mit Schleimhäuten oder Wunden ernsthafte Vergiftungen verursachen.
Blattschneiderameisen leben in Kolonien, die Millionen von Individuen umfassen können. Sie schneiden kleine Stücke von Blättern, Blüten oder anderen Pflanzenteilen ab und transportieren diese zurück zum Nest. Dabei bilden sie auffällige Ameisenstraßen, die bis zu 100 Meter lang sein können. Die Ameisen nutzen die gesammelten Blätter nicht direkt als Nahrung. Stattdessen zerkleinern sie die Blätter im Nest und verwenden sie als Substrat für den Anbau eines speziellen Pilzes, der als Hauptnahrungsquelle dient.
In der Kolonie gibt es eine klare Aufgabenteilung: Die Königin legt die Eier. Die Soldaten beschützen die Kolonie vor Feinden (z. B. Ameisenbären oder parasitären Wespen). Die kleinen Arbeiterinnen pflegen den Pilzgarten und die Brut. Die mittleren Arbeiterinnen sammeln Pflanzenmaterial und die großen beschützen die Kolonie und das Sammelteam.
Margays sind nachtaktiv und daher schwer zu entdecken. Wir hatten trotzdem Glück und konnten einen auf einem Baum fotografieren. Sie wiegen in der Regel zwischen 2,5 und 4,5 kg und sind 50 bis 75 cm lang. Der Schwanz kann zusätzlich noch bis zu 50cm lang werden und hilft den Tieren dabei, die Balance beim Klettern zu halten.
Nasenbären können zwar in Bäumen klettern, bevorzugen aber den Boden, um nach Nahrung zu suchen. Dabei hilft den Allesfressern ihre markante, lange, flexible Nase, von der sie auch ihren Namen bekommen haben. Die nachtaktiven Tiere leben meist in kleinen Gruppen, die meist nur aus Weibchen und ihren Jungen bestehen, da die Männchen alleine leben.
Das auffälligste Merkmal von Gürteltieren ist ihre harte, schützende Schale, die aus Knochenplatten besteht, die mit einer lederartigen Haut bedeckt sind. Diese Panzerung schützt sie vor Raubtieren. Sie leben in der Regel einsam, abgesehen von Paarungszeiten oder Müttern mit ihren Jungen in unterirdischen Bauten, die sie mit ihren kräftigen Klauen graben. In freier Wildbahn können sie bis zu 20 Jahre alt werden. Um so alt zu werden, helfen ihnen ihre schnelle Fortbewegung und Grabtechnik, um Raubtieren entkommen zu können.
Ihren Namen verdanken die Kapuzineraffen ihrem Fell, da es durch dessen Färbung den Kutten von Mönchen des Kapuzinerordens gleicht. Sie gelten zudem als sehr intelligente Tiere, sie benutzen sogar Werkzeuge, wie Steine, Stöcke oder sogar Blätter, um Insekten zu fangen oder Nüsse zu knacken. Kapuzineraffen sind sehr soziale Tiere und leben in Gruppen, die aus etwa 10 bis 20 Tieren bestehen können.
Brüllaffen verdanken ihren Namen ihrem lauten Brüllen, das bis zu 5 Kilometer weit zu hören ist und vor allem zur Markierung ihres Territoriums dient. Trotz ihrer Lautstärke sind Brüllaffen friedfertige Tiere, die Konflikte weitgehend vermeiden. Wenn sie sich bedroht fühlen, kann es schon mal vorkommen, dass sie ihre potentiellen Feinde anpinkeln, du solltest dich also, wenn möglich, nicht unter sie stellen.
Vogelspinnen haben zwar acht Augen, die jedoch nur eine geringe Sehkraft bieten. Sie orientieren sich hauptsächlich durch Schwingungen und Geruch. Auch wenn sie nicht besonders schön anzusehen sind, sind die meisten Vogelspinnenarten nicht aggressiv und beißen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Der Biss kann schmerzhaft sein, ist aber für gesunde Menschen in der Regel harmlos, vergleichbar mit einem Bienenstich. Weibliche Vogelspinnen können zudem über 20 Jahre alt werden.
In Costa Rica kannst du sehr gut tauchen gehen. Dabei kannst du dir sogar aussuchen, ob du in der Karibik oder im Pazifik abtauchst. Wenn du Glück hast und zur richtigen Zeit tauchen gehst, kannst du sogar Buckelwale, Mantarochen und Hammerhaie sehen.
Auf dem ersten Bild siehst du einen Riffhai. Sie können bis zu 2,5 Meter lang werden und leben in flachen, warmen Gewässern. Riffhaie gelten in der Regel als ungefährlich für Menschen. Sie greifen nur selten an und sind oft scheu. Man sollte aber bei einer Begegnung langsame Bewegungen machen und die Tiere nicht bedrängen.
Auf dem zweiten Bild sieht man einen Stachelrochen. Sie gehören zu den Knorpelfischen und sind mit den Haien verwandt. Die Tiere haben einen Giftstachel, sind aber nicht aggressiv und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen, beispielsweise wenn sie versehentlich getreten werden. Das Gift verursacht starke Schmerzen, Schwellungen und in seltenen Fällen systemische Reaktionen wie Herz-Kreislauf-Probleme.
Auf dem Bild unten links siehst du einen Weißflecken-Kugelfisch. Sie sind dafür bekannt, ihren Körper aufzublähen, um sich vor Feinden zu schützen. Zudem sind die meisten Kugelfische giftig, sie tragen das Gift Tetrodotoxin in sich, eines der tödlichsten natürlichen Gifte. Es ist 1.200-mal giftiger als Cyanid.
Muränen sind schlangenartige Meeresfische, die in engen Spalten und Höhlen von Korallenriffen leben. Sie haben scharfe Zähne, du solltest also genügend Abstand zu ihnen halten.
Im Gegensatz zu allen anderen Fotos auf meiner Seite habe ich diese hier nicht selbst geschossen, da sie netterweise zur Verfügung gestellt wurden.
In Costa Rica leben Krokodile und auch Kaimane, sei also vorsichtig, wenn du in der Nähe von Flüssen bist. Kaimane sind kleiner als Krokodile und leben ausschließlich in Süßwasser, Krokodile hingegen auch in Salzwasser. Krokodile leben, anders als Kaimane, als Einzelgänger und sind gefährlicher für Menschen.
In Costa Rica gibt es mehrere Leguanarten, von denen manche in Regenwäldern bis hin zu trockeneren, felsigen Regionen leben. Die meisten Leguane leben auf Bäumen, wobei sie sich oft Plätze zum Sonnen suchen, da die wechselwarmen Tiere so ihre Körpertemperatur regulieren. Interessant ist, dass sie, wenn sie sich bedroht fühlen, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h laufen können.
Jesus-Christus-Echse ist der umgangssprachliche Name für den Grünen Basilisken. Sie haben ihren Spitznamen, da sie mit bis zu 20 km/h über das Wasser rennen können.
In Costa Rica findet man einige Krabben und auch Einsiedlerkrebse. Letztere suchen sich leere Gehäuse von Schnecken und anderen Tieren als Schutz vor Feinden. Da die Krebse mit ihrem Wachstum die Größe ihrer Behausung überschreiten, müssen sie regelmäßig in ein größeres Schneckenhaus umziehen. Dies kann ein interessanter sozialer Prozess sein, da mehrere Krebse sich um ein verfügbares Haus streiten.
Neben den bereits aufgezählten Tieren konnte ich noch weitere vor die Linse kriegen:
Neben kleinen Bienen, bunten Schmetterlingen, stacheligen Raupen, Tausendfüßlern und Waschbären sind besonders die weißen Fledermäuse sehr sehenswert. Sie schlafen tagsüber meist unter Palmenblättern und kommen nur nachts hervor, um sich Nahrung zu suchen.
Auf dem letzten Bild siehst du ein Goldaguti. Die tagaktiven Nagetiere verstecken gerne ihre Nahrung, insbesondere Nüsse und Samen, um sie später zu fressen. Durch diese Verhaltensweise spielen sie eine wichtige Rolle in der Verbreitung von Pflanzen, da viele Samen, die sie vergraben, keimen und neue Pflanzen hervorbringen.
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